Review: Heavysaurus – Retter der Welt

Review: Heavysaurus – Retter der Welt

Veröffentlichungsdatum: 27. März 2020
Label: Europa FM (Sony Music)
Genre: Rock’n’Rarrr Music
Spieldauer: 56 Minuten 33 Sekunden
Tracklist:
  1. Retter der Welt
  2. Reise in Texas
  3. Die Waldfee
  4. Ugala Bugala
  5. Dinos woll’n euch tanzen sehen
  6. Wir woll’n Futter
  7. Stark wie ein Tiger
  8. Ufowerkstatt
  9. Das letzte Mammut
  10. Ich will ein Milchshake
  11. Was willst du mal werden
  12. Ein beklopptes Rentier
  13. Tanzen, Tanzen, Tanzen
  14. Dino Disko
  15. Wir wollen mobbingfrei!
  16. Das letzte Mammut feat. Doro

Amazon

HeavySaurus – der deutschsprachige Ableger von HeviSaurus, eines finnischen Erfolgskonzepts, das besonders den kleinen Dinosaurier und Rock/Metal Fans gefallen dürfte, veröffentlicht nun ihr zweites Album “Retter der Welt”, knapp zwei Jahre nach ihrem Debütalbum “Rock’n’Rarrr Music“.  In der Zeit hat die Bands bereits tausende große und kleine Fans begeistern können, unter anderem bei ihren zahlreichen Auftritten, unter anderen auf dem MPS. Die vier Dinos und der Drache erzählen in dem neuen Album nicht nur lustige Dino-Geschichten, sondern sprechen auch ernstere Themen kindgerecht an.

Zur musikalischen Bandbreite des Albums muss bereits vorweg erwähnt werden, die Heavy Metal Saurier mischen in jeden Song Elemente aus anderen Teilbereichen des Metals sowie anderen Musikrichtungen ein, was ein abwechslungsreiches Hörerlebnis bietet.

Doch, um nicht alles vorweg zu nehmen, gehen wir an das Album stichprobenweise ran.

Mit “Retter der Welt”, dem Titelsong des Albums, beginnt es gleich mit einem Lied über Umweltschutz und Recycling.  Das Lied will die kleinen Metalfans ein wenig für das Thema Umweltschutz sensibilisieren, leider besteht der Text hauptsächlich aus dem Refrain, der sich für die Kleinen toll zum mitsingen eignet, aber recht wenig inhaltlich weitergibt.

Ein wiederholendes Thema im Album ist auch Futtern oder besser gesagt das Naschen. Mit “Ugala Bugala” gibt es ein, voher schon bekanntes, Stück zu hören, es wurde inzwischen auf zahlreichen Auftritten live gespielt und ein Musikvideo dazu ist bereits vor einem Jahr erschienen. Es dreht sich um den Meisterkoch Gorilla Ugala Bugala, der Süßigkeiten aus Bananen für seine Freunde herstellt. “Wir woll’n Futter” ist wohl ein gutes Mitsinglied, es beschreibt den großen Hunger der Dinos, mit eingängigen Zeilen bleibt er gut im Kopf. “Ich will einen Milchshake” ist wohl ein konsequenter Song, nach dem Futtern bekommen auch Dinos Durst und wollen etwas trinken. Warum dann nicht Milchshakes? Aber was, wenn es keine mehr gibt? Naja, die Dinos wissen sich zu helfen!

Ein anderes großes Thema ist auch das Tanzen, dazu fordern die Dinos die Hörer in nahezu jedem Song indirekt auf, doch in diesen drei Liedern am meisten!
Dinos woll’n euch tanzen seh’n” dürfte den meisten bekannt vorkommen, es ist eine Adaption des Rock-Klassikers  „Rock You Like A Hurricane“ von den Scorpions! “Tanzen, Tanzen, Tanzen” bedient sich dabei an HipHop Elementen und ist mal etwas ganz anderes. Bei “Dino Disko” gibt es eine HeavySaurus Prämiere! Das Dino-Mädchen Milli Pilli hat ihr Gesangsdebüt bei diesem Song!

Mit “Stark wie ein Tiger” gibt es einen weiteres bekannt vorkommendes Stück, das Lied basiert auf “Eye of the Tiger“, der US-Rockband Survivor. Im selben Atemzug muss auch der Bonustrack “Wir wollen mobbingfrei!“erwähnt werden, der textlich in die selbe Kerbe schlägt. Musikalisch geht es jedoch ganz stark in die HipHop-Richtung und auch wahrscheinlich von jemanden anderen als Mr. Heavysaurus gesungen wird, von wem wissen wir leider nicht.

Zum Thema Gastsänger gibt es auch das Lied “Was willst du werden” zu erwähnen, denn bei diesem Lied werden die Dinos von Torben Höffgen, dem Sänger von Kärbholz unterstützt. Aber auch Doro Pesch findet ihren Weg auf das Album. Bei der Bonusversion von “Das letzte Mammut” singt die Queen of Metal das Lied und verleiht dem Lied einen besonderen Touch und schlägt damit auch einen Bogen zu dem, was bekannt war, als die Eltern der jungen Dinofans noch klein waren. Das Lied besingt kindgerecht das Thema Tod und Abschied nehmen und wahrscheinlich wird dabei auch der ein oder andere Erwachsene ein Tränchen vergießen.

Ob Groß oder Klein, HeavySaurus erreichen mit ihrer Musik fast jeden, der sich darauf einlassen kann, sie wollen besonders Kinder zwischen drei und zehn Jahren erreichen und das schaffen sie mit diesem Album sicherlich gut. Die Lieder sind inhaltlich unterschiedlich anspruchsvoll und eignen sich demnach für eine breitere Altersklasse. Zudem bietet die musikalische Varianz eine Menge Abwechslung, denn von starken Gitarrenriffs bis zu ruhigen Balladen ist alles dabei, sowie Ausflüge in andere Musikrichtungen. Eine gutes Album für die musikalische Früherziehung.

 

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*