Review: Blackbriar – The Cause of Shipwreck

Release: 23.04.2021

Genre: Symphonic Gothic Metal

Spieldauer: 42 Minuten 47 Sekunden

Label: Blackbriar Music

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Tracklist:

  1. Confess
  2. Weakness and Lust
  3. Through the Crevice
  4. The Séance
  5. You’re Haunting Me
  6. Walking over my grave
  7. My Down-to-Earth-Lover
  8. Selkie
  9. Deadly Diminuendo
  10. Lilith be Gone

Blackbriar - The Cause of Shipwreck Cover

Blackbriar, eine Band die ich kennen gelernt habe, als ich 2018 auf einem Saunakonzert von Snow White Blood im Nachtleben in Frankfurt war. Ich war direkt begeistert und nahm mir vor, deren Werdegang weiter zu verfolgen. Und jetzt, nach 3 EPs und einer Single, ist endlich das erste komplette Album erschienen. Finanziert durch ein megaerfolgreiches Crowdfunding, war die Erwartung natürlich hoch. Und diese wird vollkommen erfüllt. Man wird hier in andere Sphären entführt und man könnte teilweise meinen, dass man hier den Soundtrack zu einem Tim Burton Film vorliegen hat.

Gleich bei Confess fällt auf, dass hier viel mehr Zeit und Ressourcen rein gesteckt werden konnten. Das zu hörende Orchester hebt die Musik von Blackbriar auf eine höhere Qualitätsebene und man kann sich durchaus die Augen reiben, wenn man liest, dass es sich hier um deren erstes Album handelt. Through the Crevice hat seinen Namen auch zurecht. Direkt am Anfang hat man das Gefühl, dass man durch eine tiefe Schlucht fliegt. Immer wieder mal wird der Song etwas langsamer und ermöglicht dem Hörer sich umzuschauen. Doch dann wieder schnell weiter flitzt. Im Lied selbst geht es um dunkle Liebe und dass sie sich bedingungslos fallen lassen kann. Dass er sie mit hinunter nehmen kann wie Persephone von Hades in der Griechischen Mythologie, nur dass sie bei Hades bleibt, egal was ist.

Die nächsten drei Lieder schließen sich thematisch mit dem Tod bzw. der Unterwelt an. In The Séance wird eine Geisterbeschwörung von der anderen Seite betrachtet, der Geist aber merkt, dass die Beschwörenden ihn aber gar nicht bemerken. Sowohl hier, als auch in You’re Haunting Me, schafft es Zora mit ihrer Stimme, einem das Gefühl zu geben wirklich einem Geist zu begegnen. Auch in den anderen Liedern bestärkt ihre Stimme die düstere, aber zugleich mystische Stimmung auf dem Album. Etwas aus dem Rahmen fällt Lilith be Gone. Etwas rauher und härter als die restlichen Lieder, ist es doch ein würdiger Abschluss.

Ein fantastisches Erstlingswerk, geeignet um entführt zu werden in eine spannende Welt voller Gefahren, Mythen und Düsterheit. Wer davon getriggert wird und das nicht gepaart haben möchte mit harschen Stimmen und fetten riffigen Gitarren, sondern eher Melodien gepaart mit einer Stimme, welche mich manchmal an eine Pixie erinnert, dem sei gesagt, greift zu! Derjenige wird es nicht bereuen und sich im Zweifel dann sogar noch ärgern, nicht auch noch die 3 EPs gleich mit gekauft zu haben. Es lohnt sich nicht nur um die Band zu unterstützen, sondern auch wegen der detailreichen und sehr schön gestalteten Cover der CDs. Und nun zum Abschluss das Video zu Walking over my grave, welches zeitgleich zum Album veröffentlicht wurde.

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