Demo-Review: SVARTA FARAN – Nirthalion Tales

Erscheinungsdatum: 15.10.2016
Label: independent
Genre: Folk Metal
Spieldauer: 18:41

Trackliste:

  1. Battle of Thyorvin
  2. Aufbruch der Zwerge
  3. Banshee’s Kiss
  4. Malandor

“Schatten ziehen auf über dem Kontinent Nirthalion als der dunkle Gott Thyorvîn aus seinem Schlaf erwacht. Nur der junge Tirdun, der unter den Zwergen aufgewachsen ist, kann das Land vor dem Unheil beschützen. Doch zahlreiche Schergen des gefallenen Gottes warten auf den Sohn des verderbten Helden Malandor, der dem Einfluss der geheimnisvollen Banshee erlegen ist. Sechs junge Barden haben sich aufgemacht, um dem Bösen in Nirthalion Einhalt zu gebieten und Tirdun zur Seite zu stehen.“ (Beschreibung von Svarta Faran)

 

Um diese Geschichte kreisen das Werk und die Musik der sechs Barden von Svarta Faran, eine Folk-Metal-Band aus Nürnberg, die sich 2009 gegründet hat.

Mit ihrer Demo „Nirthalion Tales“, einem Rohling, der insgesamt vier Werke umfasst, wagte das Sextett die ersten Schritte. Und bereits diese Demo entführt den Hörer in eine fantastische Welt rund um den fiktiven Kontinent Nirthalion. Sicherlich, hier und da gibt es bei der Aufnahme hörbare Unsauberkeiten. Die Instrumente überlagern den Gesang zum Teil deutlich, sodass der Text, der die Geschichte erzählen soll, ab und an stark in den Hintergrund rückt. Nichtsdestotrotz – oder vielleicht auch gerade deshalb – kreierte die Folk-Metal-Band mit diesen ersten Gehversuchen eine unvergleichliche Atmosphäre, die einen in den Bann zieht und die Demo förmlich verschlingen lässt. Die Lieder wechseln sich in deutscher und englischer Sprache ab.

Den Start macht der Track „Battle of Thyorvin“, ein Lied von mittlerem Tempo mit allen klassischen Folk-Elementen, die die Genre-Herzen höher schlagen lassen. „Battle of Thyorvin“ ist ein Ohrwurmgarant mit eingängigen Gitarren-Riffs, mehrstimmigem, hymnischen Männergesang im Refrain und den Flötenelementen im zweiten Part. Ein Track, der eingangs schon mal Laune macht.

Weiter geht es mit „Aufbruch der Zwerge“, der diese positive Stimmung weitertransportiert und mit eingängigen Flötenmelodien einleitet. Der Gesang, charakteristisch für Svarta Faran, variiert zwischen Growls, Klargesang und hymnischen Männerchören. Der Track hat beinahe einen mittelalterlichen Touch, könnte auch gut und gerne in Schänken bei einer Runde Met rauf und runter gespielt werden.

Härter wird es nun mit „Banshee’s Kiss“. Die Leichtigkeit der beiden Vorgängertracks ist nun vorbei, die Growls und Gitarrenriffs aggressiv und hart. Vorbei ists hier auch mit dem Klargesang. Mit diesem Lied beweisen die sechs Jünglinge aus Nürnberg, dass sie auch anders können.

Zurück zu den Wurzeln geht es aber dann wieder bei „Malandor“, dem letzten Track auf dem Rohling, das sich rund um den verderbten Helden gleichen Namens dreht. Die Melodie ist eingängig, das Lied ein solider Abschluss des Demo-Tapes.

Fazit: Mit „Nirthalion Tales“ haben die Nürnberger eine Demo-Scheibe kreiert, die sich nicht verstecken braucht und alle Genre-Wünsche erfüllt. Wie bereits oben thematisiert, gibt es hier und da bei der Aufnahme Unsauberkeiten, die allerdings der Atmosphäre keinerlei Abbruch tun. Sonderlich abwechslungsreich sind die Tracks nichts, eine Ausnahme bildet allerdings „Banshee’s Kiss“. Trotzdem – die Demo macht Laune, die Lieder bleiben im Ohr und sorgen für ein kurzweiliges Hörvergnügen für alle Folk-Metal-Liebhaber. 

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